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Helfer für die Kleiderkammer auf den Zietenterassen gesucht!

Das Sachspenden-Team des RundenTischZieten sucht dringend freiwillige Helfer für die Kleiderkammer der Bonveno-Wohnanlage auf den Zietenterassen.

In der Kleiderkammer werden seit fast einem Jahr durch freiwillige Helfer Sach- und Kleiderspenden angenommen, sortiert und zu regelmäßigen Terminen in kleinen Gruppen an die Bewohner ausgegeben. Neben dieser praktischen Funktion ist die Kleiderkammer zu einer entspannten Begegnungstätte für Geflüchtete und Helfer geworden.

Damit dieses erfolgreiche Projekt auch in Zukunft fortgeführt werden kann, suchen wir motivierte und engagierte Helfer, die Lust haben, sich (vorzugsweise regelmäßig aber auch gerne sporadisch) bei den Terminen vor Ort einzubringen. Haupteinsatzzeiten sind dienstagvormittags sowie donnerstag- und freitagnachmittags. (Sprachliche) Vorkenntnisse sind nicht erforderlich aber natürlich sehr willkommen (z.B. Arabisch, Farsi, Dari).

Interessierte sind herzlich eingeladen, die Arbeit des Sachspenden-Teams an einem der regulären Termine in der Kleiderkammer kennenzulernen.  

Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an: sachspenden.rtz@gmail.com

Spendenzeiten und eine aktuelle Bedarfsliste finden Sie unter: http://rundertischzieten.jimdo.com/sachspenden/

(Anmerkung: Die Kleiderkammer befindet sich im zweiten Stock und ist leider nicht barrierefrei erreichbar.


Freie Bundesfreiwilligendienst Stelle

Bonveno Göttingen gGmbH betreibt zurzeit zwei Wohnanlagen für Flüchtlinge und betreut weitere Standorte ambulant. In der Wohnanlage auf den Zieten ist ein Platz für einen Bundesfreiwilligendienstler*in frei.

Ein Team von vier pädagogischen Mitarbeitern und einem Hausmeister freut sich über Unterstützung bei:

- Begleitung der Bewohner und Bewohnerinnen im Alltag, bei Arztbesuchen und Behördengängen

- Gestaltung von und Mitwirkung bei Freizeitangeboten für Jung und Alt

- Unterstützung der Bewohner mit Behinderung (Einkäufe, Ausflüge in die Stadt)

- Zusammenarbeit mit den Bundesfreiwilligen des ASC bei sportlichen Angeboten

Die Person sollte einen Führerschein besitzen und gerne in einem Team arbeiten.

 

Bewerbung an:

Frau Briesemeister    

Hannah-Vogt-Str. 10

37085 Göttingen


KIKUS-Sprachlernmethode am Nonnenstieg vorgestellt

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Hamid lernt jetzt deutsch. Lesen und Schreiben kann er noch nicht. Aber er isst für sein Leben gern Mandeln, deshalb weiß er auch schon, dass es „die Mandel“ heißt. An seinem Geburtstag bringt Hamid Kekse mit in den Kinderrraum und sagt „die Mandelkeks.“ Die grammatikalische Regel, dass der Artikel sich im Deutschen bei zusammengesetzten Wörtern nach dem hinteren Nominativ richtet, ist für Fünfjährige keine sinnvolle Erklärung. Hier hilft KIKUS.

Am 17. und 18. Juni 2016 treffen sich insgesamt 14 Betreuerinnen und Ehrenamtliche auf Einladung von Bonveno, um die Sprachlernmethode von KIKUS (Kinder in Kulturen und Sprachen) kennenzulernen. Zwei Tage lang stellen zwei Referentinnen vom Zentrum für kindliche Mehrsprachigkeit aus München neben Theoretischem zum Spracherwerb diese Methode vor. Die Workshop-Teilnehmer/innen, alle bezüglich Sprachunterricht für Kinder bereits vorgebildet und zum Teil mit langjähriger Berufserfahrung, lernen viele praktische Beispiele und neue Sprachförderinhalte zu Wortschatz, Grammatik und sprachlichen Handlungsmustern kennen. KIKUS-Stunden werden mit viel Freude geplant und durchgespielt. Am zweiten Tag präsentieren die hoch motivierten und sehr engagierten Workshop-Teilnehmerinnen ihre am Abend zuvor gemachten Hausaufgaben mit eigenen Ideen als Ergänzung zu den KIKUS-Unterrichtsmaterialien.

Zweimal mittags bekocht von einem ehemaligen Bewohner aus Syrien, erleben 13 sehr engagierte Frauen sowie ein hoch motivierter junger Mann anregende und unterhaltsame Tage mit dem Fazit: „Am liebsten würden wir sofort loslegen. Wir könnten doch schon in den Sommerferien beginnen.“ Hamid bekommt dann viele, durch unterschiedliche Farben markierte Bildkarten, mit denen er Wörter zusammensetzen kann und die ihm helfen, die Grammatikregel selbst abzuleiten. So macht lernen Sapß! Auch in den Ferien.

 


 

Lippenstift und Tränen

Am 21. Mai fand das Frühlingsfest am Nonnenstieg statt.

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So weit ist es gekommen. Da tanzen sie mitten auf der Straße zu arabischer Musik. Menschen aus fremden Ländern. Und Deutsche machen mit. Eine Autofahrerin schimpft, weil der Nonnenstieg gesperrt ist, ein anderer kommentiert das Geschehen mit quietschenden Reifen.  Die Ehrenamtlichen haben sich mächtig ins Zeug gelegt. Gekommen sind ca. 300 Leute aus dem Viertel, viele, die sich im Winter kaum sehen. Mädels kichern, Familienväter balancieren Kuchenplatten, ältere Damen steuern ihren Rollator durch die Menge. Frühlingsfest vor der Flüchtlingsunterkunft. Innendrin ist aufgetischt. Die Bewohner haben gekocht, Exotisches aus Syrien, Afghanistan, Eritrea. Ich weiß nicht, was das alles ist, wie es heißt. Ist auch egal. Es schmeckt köstlich und ist ruckzuck alle.

Nicht nur der Himmel strahlt an diesem Samstag nachmittag im Mai. Einige unserer Bewohnerinnen erkenne ich kaum wieder. Für viele ist es das erste Fest seit ihrer Flucht. Ich mache Fotos. Da glitzert es am Kopftuch, Lippen leuchten rot, Augenbrauen schwingen frisch gemalt. Eine Mutige versucht mit Stilettos elegant die Stufen herunter zu kommen. Sie ist jung. Sie probiert aus. Zuhause durfte sie das nicht. Massouds Goldzähne blitzen beim Lachen. Sogar die alte Sabiyah hat ihren Kaftan abgelegt, trägt nun ein königinnenblaues Kleid. Sie ist so dankbar, mit ihren Enkeln hier in Sicherheit zu sein. Ein junger Mann steht neben ihr und grinst. Wie schade, dass ich ihre Witze nicht verstehe.

Ich steige mit meiner Kamera in die obere Etage. Ein anderer Blick, eine neue Perspektive. Es ist nicht mehr selbstverständlich in unserem schönen Land, solche Feste zu feiern. Jetzt gerade (er)mahnt und (be)wacht am Bahnhof ein sogenannter Freundeskreis, ohne uns Göttinger zu fragen, ob dass wir das wollen. Was ist, wenn diese falschen Freunde im nächsten Moment den Berg hinauf marschieren. Ich beruhige mich. Das „Bündnis gegen Rechts“ ist ja da und hält dagegen. Ich will nicht mehr darüber nachdenken. Heute habe ich endlich einmal Zeit, um mit unseren Bewohnern zu feiern, zu plaudern und zu scherzen. Im Flur treffe ich die alte Sabiyah. Sie weint. Diese stolze Frau weint bitterlich, weil das Frühlingsfest auf dem Nonnenstieg so schön ist. Es erinnert sie an Zuhause, an die Sommernachtsfeste mit ihrer Familie und vielen Freunden in dem großen Haus mit dem bunten Blumengarten. Damals in Syrien.

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Zukunftstag!

Das Laser Labor Göttingen hat für sechs Schüler aus den von der Bonveno betreuten Einrichtungen seine Türen zum Zukunftstag geöffnet und ihnen einen Einblick in die spannende Arbeit der Lasertechnik gegeben. Es wurden Lichtmessungen durchgeführt, Namensetiketten mit Laser und Plotter erstellt, Zellen unter Mikroskopen betrachtet und Licht - Holograme für das Handy gebaut. Die Kinder und die Mitarbeitenden des Labors sind begeistert gewesen und die Kinder bedanken sich nochmals herzlich für den interessanten und hochspannenden Tag!

 

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AWO und Bonveno werden vom Verein KUNST für Flüchtlingsprojekte gefördert.

Die AWO erhält 1.100 € für ihr Projekt "Gestalten ohne Grenzen" und die Bonveno 1.000 € für ihr Projekt "Wir machen uns ein Zuhause" in der Wohnanlage Nonnenstieg. Dort sollen Räume gemeinsam mit den Bewohnenden künstlerischen gestaltet und verschönert werden. Im AWO Projekt sollen Menschen mit Fluchterfahrung in Workshops im AWO Kunst- und Kreativladen künstlerische/ kunsthandwerkliche Methoden und Techniken kennenlernen.

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Sarah Raymaekers, Dr. Michael Bonder und Conny Hiller freuten sich über die großzügige Förderung.


Kinder an die Macht - wahre Heldinnen der Integration
Praktische Integration auf kleinen Füßen und in kleinen Schritten
Einfach wundervoll!

(Göttinger Tageblatt vom 11.03.2016)

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Großes Lob während eines großen Kennenlern-Treffens  von Wolfgang Meyer für die Bonveno-Mitarbeiterin Mitra Mansoori und das entspannte Verhältnis und die gute Zusammenarbeit der ehrenamtlichen Flüchtlingshelferinnen und –helfer in Geismar mit der Bonveno Göttingen gGmbH.
Lesen Sie mehr zu der gelungenen Veranstaltung im GT:

„Nachbarn treffen Nachbarn“
Geismaraner lernen Flüchtlinge kennen

Sudanesisches Essen, Gespräche über die Heimat und das Leben als Flüchtling: Unter dem Motto „Nachbarn treffen Nachbarn“ haben Ehrenamtliche und Flüchtlinge am Montag die Geismaraner eingeladen.

Geismar. „Schön, dass der Saal so voll ist,“ freute sich Göttingens ehemaliger Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) im ausgebuchten Gasthaus „Zur Linde“. Neben den Geismaranern saßen auch zahlreiche der neuen Bewohner der Flüchtlingsunterkunft im Moritz-Jahn-Haus zwischen den Gästen, einige Dolmetscher machten Gespräche möglich.

Zugleich hatten einige der überwiegend sudanesischen Flüchtlinge bei den Vorbereitungen geholfen. „Ich will anderen helfen, so wie mir geholfen wurde,“ erzählte Mahmud Abdul Assiz. Nicht ohne Stolz präsentierten er und andere Flüchtlinge das Essen: Eine traditionelle Erbsensuppe, Salat, Couscous und Reis sowie Lamm und Hähnchen: „Alles ein Bißchen europäisch gemacht, damit die Gäste das auch essen können,“ erklärte der Wirt des Gasthauses, Khalid Zarouite, der selber aus Marroko stammt.14989149

Angst ist immer präsent

Zugleich wollten die Ehrenamtlichen auch über die Situation im Sudan informieren: Hartwig Fischer (CDU) beispielsweise „nimmt das ganze persönlich mit“. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete und Afrika-Beauftragte der CDU berichtete, wie der Bürgerkrieg in Sudan „die Menschen zwischen den Fronten der Regierung und den Dschandschawid-Milizen zerrieben hat“. Zugleich sei die Angst der Sudanesen auch hier präsent, viele der Bewohner des Moritz-Jahn-Hauses befürchteten immer noch, ausgespäht und verraten zu werden.

Mit dem umfangreichen Essen wollten die ehrenamtlichen Unterstützer der Flüchtlinge im Moritz-Jahn-Haus auch Spenden sammeln: Neben dem Knüpfen von Kontakten zu Sportvereinen plant Meyer als nächstes die Einrichtung einer Fahrradwerkstatt.

Von Christoph Höland (GT am 01.03.2016)

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Gute Stimmung, gegenseitiges Kennenlernen: Alle Mohammad (Sudan), Nachbarin Caroline Werner und Sabri Anur (Sudan)

(Quelle: Wenzel).


Menschen für den Bundesfreiwilligendienst dringend gesucht!

Sie wollen gern Flüchtlinge bei ihrem Start in ein neues Leben unterstützen.
Wir haben die richtigen Aufgaben für Sie!

Wir suchen für unsere beiden Flüchtlings-Wohnanlagen in Göttingen je zwei Bundesfreiwillige in Vollzeit (ab 27 Jahre auch Teilzeit möglich) für die Dauer von sechs bis zwölf Monaten.

Wenn Sie Interesse an einer interessanten und sinnvollen Aufgabe haben, melden Sie sich bitte per E-Mail bei:
a.abutalebi@bonveno-goettingen.de oder b.briesemeister@bonveno-goettingen.de

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